Aug
30
2007
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Das Drama mit dem Telefon

Eigentlich sollte man ja meinen es wäre nicht so schwer, aber unsere Freunde vom magenta-farbenen sehen das scheinbar etwas anders. Vor zwei Wochen hat sich Sarah ganz tapfer durch deren online-Dschungel gekämpft, um unseren Umzug in Auftrag zu geben. Das hat irgendwann dann auch funktioniert, auf jeden Fall kam innerhalb einer halben Stunde eine vorläufige Auftragsbestätigung per E-Mail. Wir haben uns gefreut, alles super, alles wunderbar. Zwei Wochen später ist immer noch nichts passiert, weder postalische Auftragsbestätigung, noch irgendeinen Nachricht per E-Mail, noch eine neue Telefonnummer. Vermutlich hätten wir schon früher reklamieren sollen, aber das ging in unserem momentanen Gewurstel völlig unter. Also habe ich gestern die Hotline angerufen, was ja eigentlich genau das war, was ich nicht wollte. Der Spaß fängt schon damit an, dass man sich mit einer künstlichen Dame unterhält, die nur aus Stimme besteht und mindestens zweitausend Fragen stellt. Und natürlich kann man nicht per Tastendruck auf dem Telefon antworten, nein, das Zauberwort  heißt Spracherkennung. Wundervoll! Ich liebe es! Nachdem ich mich dadurch gekämpft hatte (natürlich nicht ohne der netten Kunstdame zu sagen, dass sie jetzt mal zum Punkt kommen soll und sie daraufhin meinte: Ich habe Sie nicht verstanden. Was möchten Sie? bla bla blubb und ich wieder von vorne anfangen durfte), hatte ich endlich eine richtig, echte Person dran, mit der ich mich dann auch eine geschlagene halbe Stunde unterhalten habe. Das Ergebnisse der Diskussion war, dass unser Auftrag im “Auftragspuffer” hängengelieben ist und wir bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag auf eine neue Telefonnummer hätten warten können. Ach, was war ich entzückt. Der ganze Kampf mit dem Internetdschungel war umsonst und ich durfte alles nochmal am Telefon breittreten. Wenigstens haben wir jetzt ab dem 10. September eine neue, hoffentlich funktionierende Telefonnummer. Internet dürften wir dann wieder ab dem 17. haben und die eine Woche ohne www, müssen wir halt bei meinen Eltern überbrücken oder mit den Entzugserscheinungen leben.

Die nächsten beiden Wochen werden für uns sehr voll werden, da wir nicht nur umziehen, sondern uns auch noch bei verschiedenen Festivitäten rumtreiben. Am 8. ist die Taufe vom Sohn meiner Freundin, am 9. habe ich einen anderweitigen Termin und am Wochenende drauf, heiraten die Stuggis. Wir sind also völlig ausgeplant und wirklich froh, wenn endlich Mitte September ist und wir einfach nur garnichts machen können. Garnichts, außer ein paar Bewerbungen schreiben, hoffentlich Vorstellungsgespräche wahrnehmen, die neue Wohnung wohnlich machen, uns auf sämtlichen Ämtern ummelden, die alte Wohnung neu streichen, Schlüsselübergabe mit dem Hausmeister machen etc. So wirklich nach “garnichts” hört sich das dann doch nicht an. Aber ein Ende ist in Sicht und wir freuen uns auf einen beschaulichen Herbst im neuen Heim!

Written by Belle in: Alltag |
Aug
28
2007
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Boah, was bin ich öko!

Ich haben eben unseren neuen Strom angemeldet und bin total happy darüber. Wir haben nämlich atomfreien Ökostrom von hier abonniert. Was wir öko sind, geht echt auf keine Kuhhaut! Ökostrom und Stoffwindeln. Demnächst laufen wir noch in Jutesäcken durch die Gegend, ich seh’s schon kommen. Nee, aber mal ernsthaft, das hat auch alles finanzielle Hintergründe. Der Ökostrom ist billiger als der Strom vom Atomanbieter und Stoffwindeln sind auf Dauer gerechnet ebenefalls preiswerter als Wegwerfwindeln. Und was Gutes tun wir damit auch noch.

Und ich mache mich jetzt wieder daran, die restlichen 40 Firmen meiner Marketingliste abzutelefonieren. Wir hatten vor ein paar Wochen ein Schreiben an etwas über 90 Firmen geschickt, in dem wir bzw. der Chef den Geschäftsbereich vorgestellt hat und ich darf jetzt hinterher telefonieren, um zu erfahren, ob denn Bedarf an einem Gesprächtermin bestünde. Diese tolle Aktion hat mich gelehrt, dass ich auf keinen Fall jemals in einem Callcenter arbeiten wollte oder könnte. Ich finde das so furchtbar da anzurufen, meinen Text abzuspulen und entweder sind die Leute nicht da, ausgeschieden, nicht zuständig, haben keine Ahnung oder aber schlichtweg keinen Bedarf für einen Gesprächstermin. Aber wer darf da stundenlang rumtelefonieren? Ich natürlich! Bäh!

Written by Belle in: Alltag |
Aug
27
2007
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Denkhilfe

Immer wenn wir im Autositzen, um nachhause oder in Richtung Frankfurt zu fahren, fallen mir mindestens zwei Millionen ganz wunderbare Blogeinträge ein. Und wenn ich dann wieder hier sitze und Zeit habe, etwas zu schreiben, dann ist alles weg. Ich könnte darüber schreiben, dass ich immer völlig entspannt sind, wenn wir nachhause fahren und auf dem Rückweg nach Frankfurt wieder total verkrampfe. Darüber, dass ich schon voll die Großstadtmanieren an mir habe und völlig hektisch, noch mit Geld in der Hand und offenem Geldbeutel von der Kasse im Penny wergrennne, weil ich schon so daran gewöhnt bin, dass hinter mir eine ganze Horde ungeduldiger Menschen wartet. Darüber, dass ich wirklich glücklich bin, diesen Schritt ins Ungewisse gewagt zu haben und mich trotzdem manchmal die Panik überkommt, ob ich denn nun auch einen Job finde, obwohl ich nach wie vor davon überzeugt bin, dass ich einen finde werde und die Sorgenphase meist nur sehr kurz ist. Darüber, dass bisher eigentlich alles viel zu gut lief und ich immer auf den großen Knall warte. Darüber, dass mein einziger Sorgenpunkt für die Zukunft ist, ob es für Nicholas nicht einfach gewesen wäre in der Großstadt mit zwei Müttern aufzuwachsen und nicht auf dem Land. Darüber, dass ich es kaum erwarten kann, so richtig einzuziehen und die Stille zu genießen – und Millionen anderer Sachen. Aber die Hälfte ist immer wieder vergessen, so bald wir ankommen und aus dem Auto aussteigen.

Ich arbeit nun noch zwei Wochen und habe dann drei Wochen frei. Meine Mama ist ab morgen drei Wochen in Kur und verpasst so den großen Moment unseres Einzugs. Meine letzten beiden Arbeitswochen mache ich die Vertretung für meine Kollegin und betreue die beiden neuen Chefs. Ich hatte schon ganz vergessen, wie es ist, wenn man tagsüber tatsächlich mal was zu tun hat. Ständig werde ich auf der Arbeit gefragt, ob ich denn schon einen neuen Job hätte und wieso genau, ich nun eigentlich gehe. Das nervt schon etwas, vor allem weil die Gründe so offensichtlich sind, dass ich mir schon gar nicht mehr die Mühe mache, zu antworten. Es gibt wohl auch wieder zwei neue Kündigungen und die neuen Chefs bringen bisher keine neuen Aufträge. Ich bin froh, dass ich weg bin, denn so wirklich zukunftsträchtig scheint mir das alles nicht zu sein.

Written by Belle in: Alltag |
Aug
27
2007
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Rückfahrt

Null mal Umbrella, was bedeutet, dass Nicholas kein einziges Mal geschrien oder sich beschwert hat. Was haben wir doch für ein braves Kind!

Written by Belle in: Alltag |

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