Das Drama mit dem Telefon
Eigentlich sollte man ja meinen es wäre nicht so schwer, aber unsere Freunde vom magenta-farbenen sehen das scheinbar etwas anders. Vor zwei Wochen hat sich Sarah ganz tapfer durch deren online-Dschungel gekämpft, um unseren Umzug in Auftrag zu geben. Das hat irgendwann dann auch funktioniert, auf jeden Fall kam innerhalb einer halben Stunde eine vorläufige Auftragsbestätigung per E-Mail. Wir haben uns gefreut, alles super, alles wunderbar. Zwei Wochen später ist immer noch nichts passiert, weder postalische Auftragsbestätigung, noch irgendeinen Nachricht per E-Mail, noch eine neue Telefonnummer. Vermutlich hätten wir schon früher reklamieren sollen, aber das ging in unserem momentanen Gewurstel völlig unter. Also habe ich gestern die Hotline angerufen, was ja eigentlich genau das war, was ich nicht wollte. Der Spaß fängt schon damit an, dass man sich mit einer künstlichen Dame unterhält, die nur aus Stimme besteht und mindestens zweitausend Fragen stellt. Und natürlich kann man nicht per Tastendruck auf dem Telefon antworten, nein, das Zauberwort heißt Spracherkennung. Wundervoll! Ich liebe es! Nachdem ich mich dadurch gekämpft hatte (natürlich nicht ohne der netten Kunstdame zu sagen, dass sie jetzt mal zum Punkt kommen soll und sie daraufhin meinte: Ich habe Sie nicht verstanden. Was möchten Sie? bla bla blubb und ich wieder von vorne anfangen durfte), hatte ich endlich eine richtig, echte Person dran, mit der ich mich dann auch eine geschlagene halbe Stunde unterhalten habe. Das Ergebnisse der Diskussion war, dass unser Auftrag im “Auftragspuffer” hängengelieben ist und wir bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag auf eine neue Telefonnummer hätten warten können. Ach, was war ich entzückt. Der ganze Kampf mit dem Internetdschungel war umsonst und ich durfte alles nochmal am Telefon breittreten. Wenigstens haben wir jetzt ab dem 10. September eine neue, hoffentlich funktionierende Telefonnummer. Internet dürften wir dann wieder ab dem 17. haben und die eine Woche ohne www, müssen wir halt bei meinen Eltern überbrücken oder mit den Entzugserscheinungen leben.
Die nächsten beiden Wochen werden für uns sehr voll werden, da wir nicht nur umziehen, sondern uns auch noch bei verschiedenen Festivitäten rumtreiben. Am 8. ist die Taufe vom Sohn meiner Freundin, am 9. habe ich einen anderweitigen Termin und am Wochenende drauf, heiraten die Stuggis. Wir sind also völlig ausgeplant und wirklich froh, wenn endlich Mitte September ist und wir einfach nur garnichts machen können. Garnichts, außer ein paar Bewerbungen schreiben, hoffentlich Vorstellungsgespräche wahrnehmen, die neue Wohnung wohnlich machen, uns auf sämtlichen Ämtern ummelden, die alte Wohnung neu streichen, Schlüsselübergabe mit dem Hausmeister machen etc. So wirklich nach “garnichts” hört sich das dann doch nicht an. Aber ein Ende ist in Sicht und wir freuen uns auf einen beschaulichen Herbst im neuen Heim!

