Tada!

Kennt ihr das Gefühl, dass alles irgendwie zu gut läuft, um wahr zu sein? Das Gefühl habe ich im Moment. Wir haben seit Freitag eine Wohnung in meinem Heimatort. Und das nicht nur gemietet sondern gekauft. Enorm coole Sache! Drei Zimmer, die Schlafzimmer mit echtem Parkett, das Wohn- und Esszimmer mit Fliesen, eine komplett eingerichtete Küche, eine Terasse und etwas Rasen und das alles im Erdgeschoss mit Carport, in einer wunderbar ruhigen Gegend mit Spielplatz ums Eck. Kann es denn noch besser werden? Ich bezweifle es. Wir sind schon eifrig dabei, Pläne zu machen, wie wir alles anstreichen, was wir an neuen Möbeln wollen – schließlich haben wir ja dann fast doppelt so viel Platz wie jetzt – was wir wo verändern wollen und so weiter. Ich hätte ja nie geglaubt, dass wir irgendwann mal eine richtige eigene Wohnung haben werden, aber mit ein bißchen Hilfe (okay, ein bißchen viel Hilfe) ist alles möglich. Danke!

Jetzt brauchen wir noch einen Job, um die Sache perfekt zu machen, aber das kommt auch noch.

Am meisten freue ich mich für Cerah, für Squishy und für meine Eltern.

Für Cerah, weil das für sie bedeutet, endlich nicht mehr umziehen zu müssen und ein richtiges Zuhause zu haben. Sie hat mir irgendwann mal gesagt, dass mein Heimatort eigentlich mehr zuhause für sie ist als alle anderen Orte, an denen sie jemals mit ihrer Familie gewohnt hat.

Für Squishy, weil er die Möglichkeit hat, so aufzuwachsen wie ein Kind es sollte. Mit Platz zum Spielen, in der Nähe der Familie, beschützt und geliebt von den Menschen auf die es ankommt, auf dem Land, mit der Natur und hoffentlich einer Heimat, die er genauso liebt wie ich.

Für meine Eltern, weil wir jetzt alle wieder in der Nähe sein werden. Sie bekommen mich und Cerah zurück und haben die Chance Squishy richtig kennenzulernen und aufwachsen zu sehen. Und das ist mehr wert, als alles andere und ich weiß, dass sie das genauso sehen.

Szene aus unserer Küche

Belle steht am Waschbecken und wurstelt vor sich hin. Squishy ist hinter ihr und spielt, bis er das Katzenfutter entdeckt. Katzenfutter ist natürlich sehr spannend und Squishy streckt die Hand aus und versucht, dass Katzenfutter in die Finger zu bekommen, um es anschließend in den Mund zu stecken. Belle sagt laut und deutlich: No! Squishy stoppt kurz, überlegt und macht weiter. Belle sagt nochmal: No! und schiebt seine Hand weg. Squishy ist entrüstet, setzt sich hin und bricht in Tränen aus. Belle nimmt Klein-Squishy hoch und setzt ihn zurück auf den Boden nachdem er sich wieder beruhigt hat. Squishy spielt weiter, kuckt das Katzenfutter aus der Ferne an, bricht in Tränen aus, spielt weiter, kuckt das Katzenfutter an und fängt wieder an zu weinen.

Ich fand’s witzig und habe mich schier scheckig gelacht. Aber er hat seine Lektion gelernt!