Was ich an diesem heißen Wetter am meisten liebe, sind meine Mitmenschen. Da waren wir heute früh, naja um 11:30 Uhr, bei uns auf der Einkaufsstraße, um ein paar Besorgungen zu erledigen. Es ist schön warm draußen (etwa 25 Grad), es weht ein laues Lüftchen und das Leben könnte so schön sein. Wenn da nicht all die stinkenden Menschen wären. Ich hatte da beim zweiten Mal anstehen so eine Gestalt vor mir – nicht ganz sicher, ob das Männlein oder Weiblein war – die 1,69 Euro in Centstücken abgezählt hat und sich dabei unvorteilhaft in meine Nähe bewegt hat. Als dann noch die Arme nach oben gingen, bin ich fast tot umgefallen. Ja, es ist heiß, ja, man schwitzt, aber wieso duscht man dann nicht? Oder benutzt wenigstens ein Deo? Es ist ja auch keine Schande, nicht viel Geld zu haben, aber was spricht dagegen mal etwas Wasser an seinen Körper zu lassen? Seife ist doch nicht so teuer und auch Sozialwohnungen haben fließendes Wasser. Okay, ich gebe es ja zu, ich habe heute auch noch nicht geduscht, aber wenigstens weiß ich, wie man Deo benutzt und auch ohne würde ich nicht vermutlich nicht riechen, weil ich das irgendwie nie tue. Aber das mit dem nicht Duschen hat vermutlich etwas damit zu tun, dass man sich selbst aufgegeben hat. Anders kann ich mir das nicht erklären. Ich würde mich schämen, total ungepflegt, verdreckt und stinkend aus dem Haus zu gehen. Ich fühle mich ja schon total unwohl, wenn ich meine Haare mal einen Tag lang nicht gewaschen habe und muss mich in der Öffentlichkeit zeigen. Aber das sind wohl ganz unterschiedliche Welten und Selbstverständnisse.
Ansonsten fühle ich mich heute schon wieder etwas besser, wenn ich auch die ganze Zeit schlafen könnte, aber wenigstens tut mir mein Kopf nicht mehr so weh und der Druck in meinen Nebenhöhlen hat sich auch etwas verringert. Jipieh! Ich bin auf dem Weg der Besserung.