Eigentlich sollte ich mal wieder was schreiben, aber ich habe keine Lust. Es ist zwar nicht so, dass es nichts zu schreiben gibt, aber mich hat die Muse in den letzten paar Tagen nicht wirklich geküsst und so ist es hier recht ruhig geworden.
Vielleicht mache ich einfach mal mit Sonntag weiter. Also Sonntag waren wir bei meinen Eltern, da ich ja am Montag ein Bewerbungsgespräch hatte. Meine Oma haben wir am Abend noch kurz besucht und das war’s eigentlich auch schon. Wir hatten ein ganzes Auto voll mit unserem Zeug aus dem Keller, was wir bei meinen Eltern zwischengelagert haben. Da kann es dann auf dem Dachboden vor sich hin backen, dann stirbt wenigstens der ganze Schimmel.
Den Termin am Montag hatte ich um 11:00 Uhr in Freiburg. Und damit sich Cerah und Squishy nicht langweilen während sie auf mich warten, haben wir noch meine Mama zum Stadtbummerl mitgenommen. Eigentlich bin ich davon ausgegangen, dass das so ungefähr 30 Minuten bis zu einer Stunde geht. Allerdings ging es dann doch länger, nämlich zwei geschlagene Stunden. Das Gespräch an und für sich, ging relativ flott über die Bühne, aber dann hinterher durfte ich noch ein paar Tests machen. Das hat mich doch sehr amüsiert. Ich durfte einen Brief in Word nach Vorlage verfassen, eine ganz tolle Excel-Tabelle zusammenbauen, eine englisch Übersetzung machen und zum Abschluss einen französischen multiple choice-Test. Das hat irgendwie auch alles Spaß gemacht und ging recht gut, nur die Excel-Tabelle war nicht mein Freund. Das liegt wohl hauptsächlich daran, dass hier nur Dienstleistungen erbracht werden und ich in meinem Leben noch nie irgendeine Tabelle mit Lagerbeständen und so was allem gemacht habe. Aber was soll’s, passt schon. Das Gespräch selbst verlief sehr nett, ein bißchen kennenlernen, ein bißchen, was erwarten Sie denn und dass sie sich mich gut bei einigen ihrer Kunden vorstellen könnte. Und natürlich hat sie mir erzählt, dass meine Gehaltvorstellungen viel zu hoch sind, hatte ich ja so erwartet, die werden mich natürlich auch besser los, wenn ich zu Dumpingpreisen arbeite. Welche Firma möchte nicht jemand qualifizierten, der für ein Stückchen Brot arbeitet. Auf jeden Fall bin ich jetzt in deren Bewerberpool und die gute Dame meldet sich wieder, sobald sich etwas passendes findet. Bin ja mal gespannt, was das wird.
Die anderen Bewerbungen sind alle gut angekommen und jetzt heißt es wieder warten, bis die bei den jeweiligen Firmen durchs System sind. Habe ich schon mal erwähnt, dass ich Warten hasse? Ich werde auf jeden Fall weiter fleißig Bewerbungen verschicken und mal voller Spannung abwarten, was da so passiert.
Nachdem die zwei Stunden Bewerbungsgepräch nun rum waren, sind wir noch ein bißchen einkaufen gegangen, damit ich vom Stadtbummel auch noch was hatte. Squishy hat sozusagen eine komplette neue Sommergarderobe bekommen, aber da war auch alles “on sale” wie es so schön auf neudeutsch heißt und wer kann da schon widerstehen? Meine Mutter sicher nicht und Cerah und ich genauso wenig. Jetzt muss der Sommer dann nur noch kommen, damit wir die Klamotten auch benutzen können.
Montag Abend waren wir dann wieder zuhause und heute kommt schon der erste potenzielle Nachmieter, um sich unsere Wohnung anzuschauen. Und dauernd rufen irgendwelche Leute an, die aber nie Nachrichten auf dem Anrufbeantworter hinterlassen und dann kann ich denen auch nicht helfen. Unser Telefon ist tagsüber öfters lautlos gestellt und abends dann sowieso, dass wir da nicht unbedingt ans Telefon gehen, ist ja wohl klar. Zudem habe ich keine Lust, dass sich unsere Wohnung in einen Bahnhof verwandelt. Und da es uns ja piepegal sein kann, ob und wer nach uns einzieht, mache ich mir da auch keinen Stress. Plus wir haben ein Baby und sind deshalb mit Besichtigungszeiten nicht wirklich flexibel. Heute Abend dann und vielleicht nächste Woche. Wenn wir Glück haben, dann nehmen die, die heute kommen, die Wohnung und gut ist. Hoffen wir auf jeden Fall mal.