Jul
31
2007
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Isch habe fertig

Und zwar das letzte Harry Potter Buch. Hach, war das spannend. Und natürlich habe ich nicht nur in der Bahn gelesen, sondern auch ansonsten fast jede Minute, die ich irgendwo abzwacken konnte, lesend verbracht. Aber gestern um 23:30 Uhr war es dann soweit, der letzte Kampf war vorbei, alle Rätsel waren gelöst und ich konnte beruhigt das Buch zumachen. Schon irgendwie schade, dass es jetzt vorbei ist. Mein nächstes Projekt ist nun natürlich die ganze Buchreihe hintereinander weg zu lesen. Ohne Wartezeiten und sonst was zwischendrin. Wie es endet verrate ich natürlich nicht, schließlich soll die deutsche Übersetzung im Oktober auch noch Spaß machen.

Und mir fiel heute früh mal wieder auf, wie sehr ich es hasse, wenn irgendwelche Radiosender meine Lieblingslieder verhunzen. Macht mich wahnsinnig sowas. Ich gebe ja zu dass Guns N’ Roses gerne mal etwas sehr lange Lieder macht, aber die dann einfach zusammenzuschneiden, finde ich so richtig schrecklich. Vor allem weil die das wirklich schlecht gemacht haben. Ich bin ja daran gewöhnt, dass November Rain nie ganz ausgespielt sondern einfach nach der Hälfte ausgeblendet wird. Ist zwar doof, aber verständlich. Aber dann einfach so ein paar Textzeilen rauszuschneiden, dass es sich anhört als ob die CD Kratzer hat, geht ja wohl garnicht.

Ansonsten ist hier alles beim alten. Wir (oder eher Sarah) sind fleißig dabei seitenlange Listen zu schreiben. Gefüllt mit Sachen, die wir noch machen müssen oder kaufen müssen oder wegwerfen müssen etc. Was werden wir froh sein, wenn wir fertig umgezogen sind und wieder etwas Ruhe einkehrt. Bis dahin werden wir weiterhin Pläne schmieden und Listen schreiben.

Written by Belle in: Alltag |
Jul
30
2007
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Weiter geht's

So, schon wieder Montag. Unglaublich wie schnell die Zeit immer vorbeigeht. Vorallem wenn man jedes Wochenende beschäftigt ist. Am Samstag Nachmittag sind wir mit vollbepacktem Auto wieder zu meinen Eltern gefahren. Unser Kellerabteil ist mittlerweile fast leer und wir können uns dann nächste Woche daran machen, Dinge zu transportieren, die sich im Moment noch in unserer Wohnung befinden.

Nächstes Wochenende wollen wir auch streichen, damit wir uns dann in den nächsten Wochen häuslich einrichten können. Wir haben uns übrigens darauf geeinigt, dass ich mein Spongebob Badezimmer aufgebe und wir dafür irgendwo ein Eckchen für meine ganzen Barbies finden werden. Die habe ich am Wochenende übrigens auch mal wieder aus ihren Kartons befreit. Seit drei Jahren wohnen meine “Freundinnen” nun bei meinen Eltern in Kellern und irgendwie hatte ich Angst, dass die armen etwas zu feucht bekommen haben, denn der alte Trockner meiner Eltern hat eine ganze Weile lang, kurz bevor er gestorben ist, den ganzen Keller ganz feucht gemacht. Aber sie sahen alle noch gut aus, zwar ein bißchen feucht, aber noch akzeptabel. Allerdings musste ich feststellen, dass ich wohl mehr Barbies habe, als ich gedacht habe, denn da kamen doch tatsächlich so ein paar aus den Kisten raus, an die ich mich überhaupt nicht erinnern kann. Und an Stelle von Spongebob wird nun Mickey Mouse Herrscher über unser Badezimmer. Das ist nämlich so gräulich mit schwarz und da sieht schwarz-weiß-rot Mickey sicher ganz toll drin aus. Und vor allem haben wir da schon so einiges, da Sarah früher schon mal ein Mickey Mouse Badezimmer hatte. Aber nicht dieses doofe Kinder-Mickey-Zeug, sondern das schöne für erwachsene Sammler.

Und überhaupt und sowieso wird alles ganz toll und ich bin jetzt schon tatsächlich soweit, dass ich Blumenzwiebeln für unsere bisher noch nicht vorhandenen Fensterbanktröge bestellen will und für den ebenfalls noch nicht vorhandenen Kübel auf der Terrasse. Hach, was ist es schön, Pläne zu machen. Es schlaucht zwar ungemein, jedes Wochenende hin und  her zu fahren, aber das werden wir auch noch überleben.

Ich war heute morgen so geistig verwirrt, dass ich in meinen Hausschuhen (Birkenstocks) zur Arbeit wollte und erst an der Haustür gemerkt habe, dass ich vielleicht richtige Schuhe anziehen sollte. Dann habe ich noch die Trauben zuhause vergessen und überhaupt sind Montage einfach nicht meine Freunde. Aber mir geht’s nicht alleine so. Sarah und Nicholas fühlen sich ähnlich zermatscht, aber bis zum Wochenende werden wir uns wieder erholt  haben. Nicholas ist übrigens sehr tapfer mit der ganzen Autofahrerei. Er ist nach wie vor kein großer Freund davon, aber 3/4 der Strecke ist okay und die letzte halbe Stunde artet regelmäßig in ein Schreikonzert aus. Aber ich kann’s ja verstehen. Ich wäre auch nicht gerne in so einen Autositz festgeschnallt. Ich kann mir durchaus schöneres vorstellen. Dafür hat er dann umso mehr Spaß bei Oma und Opa alles zu inspizieren und abzuräumen.

Am Sonntag hatte übrigens mein Onkel Geburtstag und wir haben lecker gegrillt bzw. uns begrillen lassen. Letztes Jahr waren wir nicht da, da es viel zu heiß für die Reise als Schwangere war, aber dieses Jahr waren wir dabei. Aber da müssen sie sich jetzt sowieso wieder alle dran gewöhnen, wir werden nämlich jetzt wieder regelmäßig die Familie “belästigen”.

Written by Belle in: Alltag, Genetisch verbunden aka Familie |
Jul
27
2007
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Hm… Und nun?

Und weil heute Freitag ist und ich mich hier im Büro eh nur langweile, beglücke ich die Menschheit mal wieder mit einem kleinen Geschreibsel. Allerdings wird das alles etwas erschwert durch die Tatsache, dass ich – wie immer – keine Ahnung habe worüber ich denn nun schreiben soll.

Am Wochenende werden wir uns wieder gen Süden aufmachen mit einem Auto, das von oben bis unten mit Zeug aus dem Keller und sonstigen nichtbenötigten Utensilien vollgestopft ist. Und obwohl wir in letzter Zeit ständig Kisten voller Zeug zu meinen Eltern transportiert haben, wird und wird das einfach nicht weniger. Ich habe fast das Gefühl, dass sich die Kisten und unser ganzer Krempel heimlich vermehren. Dabei haben wir nur eine 43 m²-Wohung und man sollte ja meinen da hätte nicht so viel Müll Platz. Aber weit gefehlt. Dabei haben wir auch relativ viele Sachen, die wir nicht mitnehmen werden. Die Küche zum Beispiel bleibt da wo sie ist, unsere neue Wohnung hat auch schon eine Einbauküche mit Geschirrspülmaschine. Die Badezimmereinrichtung (Spiegelschrank, Unterschrank und zwei Regale) war damals von IKEA und hat zusammen etwa 50 Euro gekostet und die wandert auch in den Müll oder die Studenten können sie haben. Ganz wie sie wollen, falls sie überhaupt einziehen. Wir gehen mal davon aus, dass die beiden die Wohnung genommen  haben, denn es haben sich keine weiteren Interessenten mehr bei uns gemeldet. Genaueres wissen wir aber nicht, denn da die Wohnung einer Wohnungsbaugesellschaft gehört, bekommen wir nichts davon mit. Interessiert uns ehrlich gesagt auch nicht so wirklich. Hauptsache die nehmen die Küche und wir müssen sie nicht rausreißen. Wer auch immer das dann sein mag.

Auf jeden Fall werden wir unsere neue Wohnung erstmal gründlich ausmessen und uns überlegen wie wir denn nun alles anstreichen. So ungefähr wissen wir das zwar schon, aber über die Feinheiten müssen wir uns noch klar werden. Oder besser gesagt, die Feinheiten muss sich Sarah noch ausdenken, denn sie ist unser Innendekorateur. Denn wenn sie sich was ausdenkt, sieht das  hinterher auch nach was auch und nicht nur nach Kraut und Rüben und Studentenbude. Und so schmieden wir munter Pläne und freuen uns unseres momentan etwas stressigen Lebens, aber das wird auch wieder besser.

Nicholas kämpft immer noch mit seinen Zähnen. Ich war ja eigentlich der Überzeugung, dass es sich nur um einen Zahn handelt, aber so wie es aussieht sind es wohl die komplette Front im Oberkiefer. Dass Nicholas da seine Schwierigkeiten damit hat, ist ja klar und das kann ich ihm auch nicht übel nehmen. Natürlich ist es anstrengend, wenn er total anhänglich und weinerlich ist, aber ich wäre vermutlich auch nicht anders. Aber das geht auch alles wieder rum und bevor wir uns versehen, ist er verheiratet und wir sind Omas.

Written by Belle in: Alltag |
Jul
25
2007
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Die lieben Kleinen

Mir fällt immer mal wieder auf, wie unterschiedlich wir als eher nordamerikanisch geprägte Eltern mit unserem Kind umgehen als unsere Freunde und die anderen Eltern, denen wir so begegnen.

Der erste Punkt ist die grundsätzliche Einstellung zum schreienden Baby. Wir bekommen immer wieder zu hören: “Ein Baby muss manchmal schreien, das machen die so. Ist gut für die Lunge und die schreien halt auch mal ohne Grund.” Nö, machen sie nicht. Nur weil man nicht so leicht rausfinden kann, wieso denn besagtes Baby nun grad mal schreit, heißt das noch lange nicht, dass es völlig ohne Grund schreit. Und: ein zufriedenes Baby schreit nicht. Und schon garnicht weil es nun grad mal Lust drauf hat.

Was mich zum zweiten Punkt bringt. Wenn das Baby/Kind schreit, braucht man nicht gleich einen Schnuller, um eben jenes zu unterbinden. Ich weiß, dass viele Eltern den wundervollen Schnuller als Lautstärkenregeler benutzen, weil es ja so schon praktisch ist, wenn die lieben Kleinen den Mund halten. Da halten wir nicht wirklich viel davon. Ich gebe zu, dass ich diese Marotte eine zeitlang auch mal angefangen habe, was mir dann immer gleich einen Anschiss von Sarah eingebracht hat, wofür ich echt dankbar bin. Ich kenne das halt auch nur so: Kind schreit, Kind nervt, Schnuller rein und gut ist. Das resultiert dann darin, dass dieses Plastikteil den ganzen Tag lang dabei sein muss und auch dementsprechend oft benutzt wird, nämlich immer. Bei uns sieht man ja gerne mal 5-jährige noch mit einem Schnuller im Mund rumlaufen, was meiner Ansicht nach absolut daneben ist. Als Sarah das zum ersten Mal gesehen hat, ist sie schier aus den Latschen gekippt und konnte überhaupt nicht darüber wegkommen, dass die Eltern da nichts unternehmen und das ganz normal finden. In Kanda und den USA ist der Schnuller spätestens mit einem Jahr weg und das ist auch gut so. Wir besitzen genau zwei Schnuller und die sind beide im Bett und bleiben auch da. Nur wenn wir lange mit dem Auto unterwegs sind oder irgendwo hin gehen, ist auch ein Schnuller dabei, zum Schlafen und weil so eine lange Fahrt für alle kein Spaß ist.

Der dritte Punkt ist das Schlafengehen bzw. ins Bett bringen. Ich kenne das so: ewiger Kampf, viel Geschrei, entnervte Eltern und entnervte Kinder – egal in welchem Alter. Sicher ändert sich das immer wieder im Laufe der Zeit je nachdem wie alt das Kind ist und welche Phase es gerade durchmacht. Das erste Mal anders habe ich das in den USA erlebt. Die Kleine war zwei. Ich habe sie umgezogen, ihr die Zähne geputzt, sie ins Bett gebracht und nichts ist passiert. Sie hat Gute Nacht gesagt, sich umgedreht und das war’s. Kein Pieps mehr. Kein “ich habe Durst”, “ich kann nicht schlafen”, “nur noch 5 Minuten”. Nichts. Ich konnte es nicht glauben, aber das war keine Ausnahme sondern die Regel. Die Kinder von Sarahs Schwester sind genauso, denn es herrscht die Einstellung vor, den Kindern so früh wie möglich beizubringen, dass es nichts schlimmes ist ins Bett zu gehen und zu schlafen. Selbst Nicholas, der überhaupt kein begeisterte Schläfer ist, macht keinen Mucks, wenn er zum Mittagsschlaf oder abends ins Bett gebracht wird. Er schreit nur, wenn es nicht sein eigenes Bett ist. Das mag er nicht so gerne. Okay, er ist erst 8 Monate alt, aber ich habe schon genügend Babys in dem Alter erlebt, die erst mal eine Runde schreien, wenn sie ins Bett gelegt werden, um dann irgendwann mal einzuschlafen. Er hatte auch eine Phase wo er geschrien hat, als wir ihn in sein Bett gelegt haben, aber das ging mit der richtigen positiven Verstärkung auch wieder rum. Ich weiß nämlich jetzt, dass man ihn nicht rausholen soll, wenn er schreit, sondern wenn er zwischendurch mal still ist. Sonst bringt man ihm nur bei, dass sein Schreien belohnt und er vor dem furchtbaren, furchtbaren Bett “gerettet” wird. Wäre ich nie im Leben selbst drauf gekommen und schon garnicht, das auch konsequent durchzuziehen. Aber wozu ist die andere Mutter schließlich gelernte kanadische Erzieherin, was ein riesiger Unterschied zu einer deutschen Erzieherin ist. Das geht eher in Richtung Pädagogin und ist etwas höher anzusiedeln als unsere Erzieherinnen.

Das wollte ich nur mal gesagt haben. Ich bin mir ziemlich sicher, dass im Laufe der Zeit noch mehr Punkte dazukommen werden, aber für die ersten acht Monate reicht das ja auch schon.

Written by Belle in: Alltag |

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