Das Krabbelmonster

Da stehe ich also heute morgen auf, wie immer, schnappe mir den Kleinen, verpasse ihm ne neue Windel, wie immer, und setze ihn im Wohnzimmer auf den Boden, auch wie immer, damit ich auf die Toilette kann. Und zu was komme ich zurück? Zu einem freudestrahlenden Sohnemann, der sich an der Spielzeugkiste hochgezogen hat und jetzt da einfach so rumsteht. Wo soll das noch enden? Erst krabbelt er wie wild durch die Gegend und jetzt zieht er sich schon an der Spielzeugkiste hoch. Ich glaube, wir müssen eine riesen Kindersicherungsaktion starten. Dabei können wir dann auch gleich jede Menge Sachen, die eh nur doof rumstehen, in Kisten packen und bei Gelegenheit bei meinen Eltern zwischenlagern. Anderswo haben wir leider keinen Platz. Und da unser Keller neulich bei dem vielen Regen erst mal unter Wasser stand, ist das auch nicht die erste Wahl, um da was aufzubewahren. Da wird sich mein Papa aber freuen. Der beschwert sich sowieso schon immer, dass zuviel alter Krempel bei ihnen rumsteht. Aber wir haben ja die feste Absicht, dass wir das dann in der neuen Wohnung (wo immer die auch sein mag) wieder zu uns nehmen. Genauso wie den Balkontisch und die drei Stühle, die wir bei unserem letzen Umzug da deponiert haben und die heute noch da stehen. Räusper.

Und unsere gemeinsame Entscheidung ist gefallen, mehr dazu, wenn ich etwas mehr Zeit habe. Ich gehe jetzt nachhause und heute Abend ist die Geburtstagfeier von A. (meiner Ex-Kollegin) und M., auch Kollegin.

Tief durchatmen

Gestern hatte ich das Lunch (früher hieß das mal Mittagessen) mit der Dame vom Vorstandssekretariat. Das war ganz nett, wenn es mir auch auf die Schnelle weitergeholfen hat. Es besteht die Möglichkeit, mich versetzen zu lassen, aber wie schnell oder langsam das geht, konnte sie mir konkret auch nicht sagen. Jetzt bin ich also fast wieder da wo ich angefangen habe. Aber wenigstens war das Lunch nett und ich konnte mal wieder jemand anderes etwas besser kennenlernen.

Gut, somit ist dann morgen Freitag und Quartalsende. Prima. Dann werde ich morgen also kündigen oder auch nicht. Das werde ich mir nochmal überlegen und es morgen tun oder eben nicht. Vermutlich werde ich heute Nacht nicht wirklich viel schlafen, aber das ist alles halb so wild. Ich weiß genau, dass das morgen keine rationale Kopfentscheidung sein wird, sondern einzig und allein aus dem Bauch herauskommt. Wenn es eine Kopfentscheidung wäre, dann käme eine Kündigung garnicht erst in Frage, denn wer bitte kündigt schon, ohne eine neue Stelle zu haben? Aber seitdem ich mich ernsthaft mit dem Gedanken trage, zu gehen, geht es mir so viel besser. Es ist sogar einigermaßen erträglich zur Arbeit zu gehen. Ich habe schon meinen letzten Job gekündigt, ohne zu wissen wie es weitergeht. Damals habe ich es auch geschafft, innerhalb von einem Monat etwas neues zu finden. Um genau zu sein, vergingen von der Bewerbung bis zum ersten Arbeitstag etwa zwei Wochen und damals hatte ich nur ein Jahr Berufserfahrung. Es könnte etwas schwierig werden, in der Nähe meiner Eltern etwas zu finden, aber in Frankfurt habe ich auf jeden Fall eine sehr realistische Chance, sehr schnell etwas neues und besser bezahltes zu finden. Aber schauen wir mal, ich bin mal gespannt, was mein Bauch mir morgen so erzählt.

Die Kündigung für die Wohnung habe ich heute weggeschickt, denn egal was ich nun mit meinem Job mache, umziehen müssen wir so oder so. Gott, wie ich umziehen hasse. Aber hierbleiben geht auch nicht und wollen tuen wir das alle nicht. Vor allem jetzt wo Squishy so richtig ernsthaft krabbelt. Was am Dienstagabend noch ein erstes schüchternes eine Hand und ein Fuß vortasten war und jede Menge Konzentration verlangte, sieht das heute so aus. Damit wissen wir schon mal, was wir am Wochenende machen, nämlich die Wohnung babysicher!

Die Entscheidung ist gefallen

Wir haben heute früh beschlossen, dass wir auf jeden Fall die Wohnung kündigen. Noch länger können wir dort unmöglich bleiben und wir brauchen auf jeden Fall ein Kinderzimmer. Und je nachdem wie das Gespräch heute ist und wie schnell ich versetzt werden kann, werde ich am Freitag kündigen oder eben nicht. Alleine beim Gedanken hier noch weitere 6 Monate festzuhängen, bekomme ich Depressionen. Cerah und ich haben die Hoffnung, dass uns der Druck alles gekündigt zu haben den nötigen Tritt in den Hintern gibt. Das hat schon mal funktioniert und da wir uns anders scheinbar nicht in Bewegung setzen können, geben wir uns jetzt mal selbst die Peitsche. Wenn auch vorerst nur wohnungstechnisch, aber das ist ja wenigstens schon mal was.

Und dann habe ich gestern eine E-Mail bekommen. Ich wurde angeschrieben, ob ich an einer Umfrage für die Abschlussarbeit von zwei Studenten der Uni Bremen teilnehmen will. Es geht dabei um Blogs, die Gewohnheiten von Bloggern und die digitale Domestizierung. Da mache ich natürlich sofort mit, denn neuerdings stehe ich auf Umfragen, denn wir nehmen auch an dieser teil. Es besteht auch die Möglichkeit bei einem Dokumentarfilm, der zur Abschlussarbeit gehört, mitzuwirken. Mal schauen, was das schönes ist und ob ich da auch mitmachen will.

Wenn ihr auch Lust auf eine Umfrage habt, schaut mal auf unserem anderen Blog vorbei. Zu finden unter: http://regenbogenfrauen.wordpress.com

Und dann habe ich gestern noch eine E-Mail bekommen von einem Frauenpärchen, das auch unseren Spender hatte und die im April ein Mädchen bekommen  haben. Wie klasse ist das denn? Ich habe micht total gefreut, dass die drei uns gefunden haben, denn das ist nicht nur eine andere Regenbogenfamilie sondern auch gleich noch ein Halbgeschwisterchen von Squishy.

Das liebe ich am Leben, wenn man einen total bekackten Tag hat, kommt sicher irgendwas überraschendes um die Ecke, was alles wieder gut macht!