70 Jahre später
Gestern, nee war schon irgendwann früher, habe ich zum ersten Mal Pocahontas
gesehen. Sarah kannte den Film schon und konnte mir, wie immer, auch die wahre Geschichte dazu erzählen und die ist doch etwas anders. Was ich dabei am krassesten fand war Sarahs Kommentar zum Schluss, denn ich hatte ja ein Happy End erwartet, man muss den Kindern ja gleich von klein auf beibringen, dass Menschen zweier verschiedener Rassen nie zusammen kommen können. Ist es nicht herzallerliebst, dass wir unseren Kindern solche Botschaften vermitteln?
Oder kann sich jemand vorstellen, dass Disney jemals einen Film macht, in dem zwei Frauen oder Männer die Hauptrollen spielen und ein LIEBESPAAR sind? Wohl kaum!
Dazu passt dann auch, dass es eine riesen Kontroverse gab, als eben jene Filmmacher den ersten Film mit einer schwarzen (!) Prinzessin angekündigt haben. Der Film trägt momentan noch den Arbeitstitel “The princess and the frog” und soll voraussichtlich 2009 in die Kinos kommen. Und wie schon zu erwarten gab es einen Aufschrei unter den konservativen Amis, denn das geht ja nun mal überhaupt nicht. Damit können sich unsere Kinder nicht identifizieren. Aber mit einem Auto können sich die Kinder ganz prima identifizieren, oder was? Man sollte doch wirklich meinen, dass das Thema Rassendiskriminierung gegessen ist, aber dem ist wohl nicht so. Es gab schon eine chinesische Heldin, einen Typen im Urwald, eine griechische Geschichte, eine Indianerin, Tiere jeglicher Art (Hunde, Katzen, Löwen, Bären), eine französiche Geschichte, eine Meerjungfrau, Autos, Spielzeug, eine arabische Geschichte und was weiß ich noch alles. Und jetzt 70 Jahre später gibt es endlich mal eine schwarze Prinzessin.
Willkommen in der Zukunft!






