Neues von der Adoption

Gestern kam endlich das langersehnte Schreiben vom Jugendamt.

Zwischenzeitlich haben wir auch schon zwei Mal Post von der Notarin bekommen.

Das erste Mal, um uns davon in Kenntnis zu setzen, dass das Gericht wissen wollte wer der Vater ist, worauf die Notarin nur wiederholt hat, was bereits im Adoptionsantrag stand. Nämlich, dass der Vater ein anonymer Samenspender aus den Niederlanden ist. Wir wissen natürlich, wer der Vater unseres Kindes ist und stehen auch weiterhin mit ihm in Kontakt, aber das geht die ja nichts an.

Das zweite Mal, hat sie um eine Stellungnahme des Gerichts gebeten, wo sich denn die Papiere befänden und wie der Stand der Dinge ist. Antwort vom Gericht, wir warten auf die Stellungnahme des Jugendamts.

Und gestern kam dann endlich der Brief unserer Sachbearbeiterin vom Jugendamt mit angehängtem Formular und Bitte um Terminvereinbarung. Den Termin habe ich heute gleich für den 11. Mai um 11:00 Uhr morgens vereinbart.

Das tolle Formular über Familie und Lebensumstände der Antragstellenden, also Cerah, haben wir gestern gleich ausgefüllt. Zudem wollen die noch einen Lebensbericht, ohne dabei genau zu sagen, was genau sie wollen. Sowas liebe ich ja immer. Also haben wir mal im Internet recherchiert, was wir denn da jetzt schreiben sollen. So wirklich viel kam dabei nicht raus: Bitte nicht zu lang, aber auch keinen tabellarischen Lebenslauf schreiben, nichts auslassen, auch Krisen sind wichtig, denn wenn man sie übersteht, ist man für das Leben gestärkt. Im Grunde genommen wollen sie damit erreichen, dass ein Anknüpfungspunkt für ein Gespräch da ist, denn der Sinn dieser Sache ist es ja, sich ein Bild von den Adoptionswilligen zu machen und zu entscheiden, ob sie denn auch gut zum Kind sind. Bin ja mal gespannt, wie das so läuft und ob die Dame vom Jugendamt auch nett ist.

Dummerweise haben wir am 11. Mai um 17:00 Uhr auch noch das Taufgespräch. Das heißt, wir haben uns das Wochenende ziemlich mit Terminen vollgepackt. Aber wir wollen die Adoption so schnell wie möglich über die Bühne bringen, damit wir wieder etwas flexibler sind. So lange dieser Prozess am Laufen ist, können wir so gut wie garnichts machen. Wir können nicht umziehen, schon garnicht außerhalb von Frankfurt, da wir sonst in einen anderen Zuständigkeitsbereich fallen und damit dann einem anderen Gericht und Jugendamt zugeordnet werden und das verzögert natürlich alles. Was wir ja vermeiden wollten. Denn mit meiner immer noch etwas unklaren Jobsituation, sollten wir eigentlich so flexibel wie möglich sein. Was wir momentan aber leider nicht sind und das müssen wir so schnell wie möglich ändern.