Unser Wochenende

Wir hatten ein schönes und ziemlich vollgepacktes Wochenendprogramm.

Am Freitag waren wir nach der Arbeit noch im neuen Ikea, der auch ziemlich hier in der Nähe ist. Und diesmal hatten wir sogar einen trifftigen Grund, weshalb wir dahin wollten/sollten/mussten. Wir haben eine Matratze für Squishy’ Gitterbett gekauft, denn da er mittlerweile im Stubenwagen aussieht wie im Gefängnis, mussten wir das große Bett aufbauen. Wir haben diesmal auch nichts unnötiges gekauft, aber wie immer gab es ganz viele tolle Sachen beim großen schwedischen Möbelhaus und mit dem eigenen Auto hinzufahren macht gleich nochmal so viel Spaß.

Am Samstag haben wir es uns natürlich nicht nehmen lassen wieder mit dem Auto unterwegs zu sein. Wir sind zu Walmart zum Einkaufen bevor es die nicht mehr gibt, da Walmart ja von Real übernommen wurde und danach noch ins Einkaufszentrum. Und das werden wir mit Sicherheit nicht mehr machen. Die haben da zwar ein Parkdeck, aber wir haben geschlagene 15 Minuten gebraucht um einen Parkplatz am Ende der Welt zu ergattern. Total nervtötend und absolut unnötig. Naja, auf jeden Fall haben wir das gewünschte Ostergeschenk für Vanessa gefunden und das war ja Sinn der Sache.

Das war Samstag und am Sonntag haben wir dann das Gitterbett für Squishy aufgebaut, was zum Glück nicht so lange gedauert hat wie von mir befürchtet. Vorher war er ein großes Baby in einem kleinen Bett und jetzt ist er auf einmal wieder ein kleines Baby in einem großen Bett. Ich hatte ja auch befürchtet, dass er die ungefähr hundert Mal in der Nacht aufwachen wird, weil das alles noch ungewohnt ist, aber zu meiner großen Freude war meine Sorge unbegründet und er ist nur einmal aufgewacht und das war’s dann. Sehr positives Erlebnis, ich hoffe, es bleibt auch so. Unser Schlafzimmer ist jetzt zwar noch etwas mehr zugestellt (wenn das denn überhaupt noch möglich ist), aber auch das ist nicht so schlimm, wie ich es mir vorgestellt hatte.

 

Und noch ein Anekdötchen von Cerahs Mutter.

Auf dem Weg zum Flughafen führt die Bahnstrecke an jeder Menge Schrebergärten vorbei. Cerahs Mutter sieht zum Fenster raus und sagt ganz erschreckt: Kuck mal diese winzigkleinen Häuser und so viele auf einmal. Sind das die Slums? Ich hab mich fast hingelacht. Der Vergleich ist ja prinzipiell nicht schlecht: Gartenhäuschen in Schrebergärten und Wellblechhütten in den Slums! Das Konzept “Schrebergarten” kennt man in Kanada nicht. Ist ja auch nicht verwunderlich, denn die haben mit Sicherheit genug Land und müssen sich nicht einen Garten in ner Kolonie mieten. Auf jeden Fall muss ich jetzt immer an die Slums denken, wenn ich irgendwo Schrebergärten sehe.