Wasserspaß

So nun ist es also Sonntag und so wirklich Pläne haben wir nicht. Eigentlich wollten wir Johanna und ihre schwangere Frau im Odenwald besuchen, aber leider ist Johanna krank und deshalb bleiben wir hier und besuchen sie ein anderes Mal. Es ist schön jemanden in unserer Situation gefunden zu haben. Danke liebes Internet. Die beiden kennen Ed, unseren Samenspender, und waren auch schon mal mit ihm zusammen in einer Fernsehsendung. Ist es nicht erstaunlich wie klein die Welt ist? Sie haben sich aber gegen ihn als Samenspender entschieden, da sie, im Gegensatz zu uns, einen aktiven Papa für ihr Kind wollten. So wären unsere Kinder also fast Halbgeschwister geworden.

Und weil gestern so ein schöner Tag war, haben wir Squishy’ Babypool auf den Balkon gestellt und mit Wasser gefüllt. Als die Wasssertemperatur dann kuschelige 34 Grad betrug, haben wir ihn mit seinen Entchen und ein paar Bällen reingesetzt und was soll ich sagen, er liebt es im Wasser rumzuplanschen. Er ist sogar wirklich lange ohne Protest auf dem Bauch gelegen, so viel Spaß hat es ihm gemacht. Und als wir ihn rausgenommen zu haben, um ihn abzutrocknen und wieder etwas aufwärmen zu lassen, hat er voller Sehnsucht sein Planschbecken angestarrt und war erst glücklich, als er wieder im Wasser war. Wir haben gestern Nicks enorm coole Schwimmwindel in der Post gehabt und so mussten wir die natürlich auch gleich ausprobieren. Zudem werde ich mich hüten, im Internet Bilder zu veröffentlichen, auf denen man den Pipimann unseres Sohnes sehen kann.

Die Show ist vorbei

Und ich habe noch nie so viele kreidebleiche Gesichter auf einmal gesehen. Das hat eingeschlagen wie eine Bombe. Mir tun diejenigen Leid, die wirklich von nichts eine Ahnung hatten. Sogar unser Vorstand ist extra eingeflogen, um uns persönlich mitzuteilen, dass unser Geschäftszweig quasi von heute auf morgen ausgelöscht wurde. Und dann kam das, was ich fast schon erwartet hatte: Wir sind toll. Wir sind stark. Gemeinsam können wir wieder alles aufbauen und es wir schöner und besser als je zuvor. Jede Menge heiße Luft. Naja, die Projekte werden jetzt auf die übriggebliebenen Chefs verteilt und dann kommen vielleicht noch neue dazu, vielleicht auch nicht. In drei oder vier Wochen ist dann nochmal ein Meeting angesagt, um zu schauen, wie sich die Sache so entwickelt hat. Im Endeffekt hängen jetzt erst Mal alle im luftleeren Raum und ich bin mir ziemlich sicher, dass noch einige folgen werden, die den Chefs mehr verbunden sind als der Firma, was ich auch völlig nachvollziehen kann. Es wurde auch gesagt, dass niemand Existenzängste haben muss, denn die Lücken werden wieder aufgefüllt werden. Ist ja auch alles schön und gut, aber diese Ungewissheit kostet viel Energie.

Aber jetzt kommt erst mal das Wochenende und dann schauen wir weiter. Kommt Zeit, kommt Rat.

Ich hab's ja gewusst

Ich habe heute Nacht glorreiche 4 Stunden geschlafen. Super! Squishy war brav wie selten und ist nur einmal aufgewacht. Ich hätte also gut und gerne meine 8 Stunden schlafen können, aber nein, meine Gedanken sind andauernd um dieses dämliche Meeting und dessen Folgen gekreist und mit Schlaf war nicht viel.

Ich kann kaum meine Augen offen halten und meine Gedanken sind ein verworrenes Wollknäuel aus deutsch und englisch. Wenn ich nicht mal mehr beide Sprachen auseinander halten kann, dann ist es schon übel.

Hoffentlich ist bald 11:30 Uhr und die Show fängt an.