Apr
29
2007
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Wasserspaß

So nun ist es also Sonntag und so wirklich Pläne haben wir nicht. Eigentlich wollten wir Johanna und ihre schwangere Frau im Odenwald besuchen, aber leider ist Johanna krank und deshalb bleiben wir hier und besuchen sie ein anderes Mal. Es ist schön jemanden in unserer Situation gefunden zu haben. Danke liebes Internet. Die beiden kennen Ed, unseren Samenspender, und waren auch schon mal mit ihm zusammen in einer Fernsehsendung. Ist es nicht erstaunlich wie klein die Welt ist? Sie haben sich aber gegen ihn als Samenspender entschieden, da sie, im Gegensatz zu uns, einen aktiven Papa für ihr Kind wollten. So wären unsere Kinder also fast Halbgeschwister geworden.

Und weil gestern so ein schöner Tag war, haben wir Nicholas’ Babypool auf den Balkon gestellt und mit Wasser gefüllt. Als die Wasssertemperatur dann kuschelige 34 Grad betrug, haben wir ihn mit seinen Entchen und ein paar Bällen reingesetzt und was soll ich sagen, er liebt es im Wasser rumzuplanschen. Er ist sogar wirklich lange ohne Protest auf dem Bauch gelegen, so viel Spaß hat es ihm gemacht. Und als wir ihn rausgenommen zu haben, um ihn abzutrocknen und wieder etwas aufwärmen zu lassen, hat er voller Sehnsucht sein Planschbecken angestarrt und war erst glücklich, als er wieder im Wasser war. Wir haben gestern Nicks enorm coole Schwimmwindel in der Post gehabt und so mussten wir die natürlich auch gleich ausprobieren. Zudem werde ich mich hüten, im Internet Bilder zu veröffentlichen, auf denen man den Pipimann unseres Sohnes sehen kann.

Written by Belle in: Alltag |
Apr
27
2007
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Die Show ist vorbei

Und ich habe noch nie so viele kreidebleiche Gesichter auf einmal gesehen. Das hat eingeschlagen wie eine Bombe. Mir tun diejenigen Leid, die wirklich von nichts eine Ahnung hatten. Sogar unser Vorstand ist extra eingeflogen, um uns persönlich mitzuteilen, dass unser Geschäftszweig quasi von heute auf morgen ausgelöscht wurde. Und dann kam das, was ich fast schon erwartet hatte: Wir sind toll. Wir sind stark. Gemeinsam können wir wieder alles aufbauen und es wir schöner und besser als je zuvor. Jede Menge heiße Luft. Naja, die Projekte werden jetzt auf die übriggebliebenen Chefs verteilt und dann kommen vielleicht noch neue dazu, vielleicht auch nicht. In drei oder vier Wochen ist dann nochmal ein Meeting angesagt, um zu schauen, wie sich die Sache so entwickelt hat. Im Endeffekt hängen jetzt erst Mal alle im luftleeren Raum und ich bin mir ziemlich sicher, dass noch einige folgen werden, die den Chefs mehr verbunden sind als der Firma, was ich auch völlig nachvollziehen kann. Es wurde auch gesagt, dass niemand Existenzängste haben muss, denn die Lücken werden wieder aufgefüllt werden. Ist ja auch alles schön und gut, aber diese Ungewissheit kostet viel Energie.

Aber jetzt kommt erst mal das Wochenende und dann schauen wir weiter. Kommt Zeit, kommt Rat.

Written by Belle in: Alltag |
Apr
27
2007
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Ich hab's ja gewusst

Ich habe heute Nacht glorreiche 4 Stunden geschlafen. Super! Nicholas war brav wie selten und ist nur einmal aufgewacht. Ich hätte also gut und gerne meine 8 Stunden schlafen können, aber nein, meine Gedanken sind andauernd um dieses dämliche Meeting und dessen Folgen gekreist und mit Schlaf war nicht viel.

Ich kann kaum meine Augen offen halten und meine Gedanken sind ein verworrenes Wollknäuel aus deutsch und englisch. Wenn ich nicht mal mehr beide Sprachen auseinander halten kann, dann ist es schon übel.

Hoffentlich ist bald 11:30 Uhr und die Show fängt an.

Written by Belle in: Alltag |
Apr
26
2007
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Die Kacke ist am dampfen

Schon mal den Boden unter den Füßen weggezogen bekommen? Ist mir heute passiert. Meine ganz wichtige Kollegin ruft mich heute and lädt mich zu einem Team-Meeting ein, morgen um 11:30 Uhr. Wie immer tut sie ganz wichtig und ich hatte auch keinen Bock nachzufragen, die lässt ja eh keine Infos raus.

30 Minuten später ruft meine Chefin von unterwegs an: Bärbel, bist du auch zu dem Team-Meeting eingeladen worden? Ja, bin ich. Weißt du worum es geht? Ich kann’s mir denken. (Die Hälfte meines alten Teams inklusive Chef hat gekündigt, wußte ich aber nur inoffiziell aus verschiedenen E-Mail-Posteingängen, auf die ich Zugriff habe.) Kennst du das volle Ausmaß der Kündigungen? Da wurde ich dann schon mistrauisch. Nein, kenne ich nicht. Sie fängt an, die 3 aufzuzählen, von denen ich schon weiß, nennt noch zwei weitere Chefs aus München und Düsseldorf und sich selbst. Ich falle schier vom Stuhl. Sie hat gekündigt??? Was soll das denn bitte? Ich wußte zwar, dass was im Busch ist, aber damit hätte ich nicht gerechnet. Was sie hinterher macht, wollte sie mir auch nicht verraten, mal schauen, war die Antwort und ich war völlig sprachlos. Aber wenn ich eins in dem Laden gelernt habe, ist es, immer so zu tun, als ob ich alles weiß, anders kommt man an keine Infos. Und so tue ich halt, als ob ich das schon längst gewußt hätte und sie meinte auch, und hat sich zu meiner Befriedigung ziemlich erstaunt angehört, dass ich mich ja garnicht überrascht anhöre. Worauf ich nur meinte, ich hätte es ja schon geahnt, schließlich habe ich Zugriff auf die E-Mails verschiedener Leute und doof bin ich ja auch nicht. Dann kam noch sowas wie, schade, dass wir nur so kurz zusammen gearbeitet haben und die nächste Zeit wird wohl für alle sehr interessant werden bla bla bla. Super, damit ist mein Job quasi überflüssig und das wo mir die Arbeit gerade wieder angefangen hat, Spaß zu machen. Vielen Dank! Da kommen doch schon mal Zukunftsängste auf immerhin ernähre ich drei Menschen und zwei Katzen von dem Job. Zum Glück arbeite ich in einer großen Firma mit fast 1200 Beschäftigten alleine in Frankfurt und quasi unkündbar. Trotzdem habe ich keine Ahnung, was jetzt mit mir passiert und ob ich bleibe wo ich bin oder versetzt werde. Ich werde heute Nacht vermutlich ein bißchen unruhig schlafen bis ich morgen im tollen Team-Meeting erfahre, was den jetzt mit den übriggebliebenen passieren wird. Oh Mann, unser Leben wird wirklich nie langweilig!

Written by Belle in: Alltag |

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