Noch eine Woche

…und dann geht’s zurück ins Chaos, das sich mein Arbeitsplatz nennt. Irgendwie freue ich mich und irgendwie habe ich gleichzeitig überhaupt keinen Bock darauf.
Was mich annervt ist, dass ich wohl vorübergehend nicht mal nen Schreibtisch haben werde und dass ich noch exakt 13 Arbeitstage mit meiner Kollegin haben werde, bevor sie sich verabschiedet. Worauf ich mich freue ist, dass ich mich endlich wieder nett anziehen kann und das nicht nur um mal zum Aldi zu gehen – vorausgesetzt die Klamotten passen mir auch wieder. Ich freue mich auch darauf, dass ich definitiv die letzten überflüssigen Pfunde verlieren werde, denn das geht in dem stressigen Chaos garnicht anders und tagsüber aus dem Haus zu kommen hat auch seine Pluspunkte. Andererseits kann ich auch nicht mehr ewig im Schlafanzug auf der Couch rumlümmeln, was ja auch seine schönen Seiten hat.
Und vor alllem werde ich natürlich meine beiden Daheimgebliebenen vermissen. Bin ja mal gespannt, ob ich dann 20 mal pro Tag zuhause anrufe, um zu hören wie es so geht. Aber vermutlich werde ich dazu garkeine Zeit haben, schließlich bin ich ja da, um was zu arbeiten. Ich bin ja mal gespannt.Jetzt freue ich mich erst Mal auf unseren Niederlande-Ausflug diese Woche. Immerhin ist es mittlerweile exakt ein Jahr her seit wir das letzte Mal dort waren. Unglaublich wie schnell die Zeit doch vergeht. Und dieses Mal gehen wir als Familie unseren Spender besuchen und nicht nur mit der Hoffnung beim nächsten Mal eine Familie zu sein. Das Leben kann manchmal so schön sein! Und obwohl wir es ja nicht so mit der Kirche haben, werden wir auch dieses Mal ein Kerzchen anzünden und ein bißchen der lieben Maria mit ihrem Kindchen danken. Beim letzten Mal hat sie uns schließlich unseren Wunsch erfüllt, da werden wir sie diesmal auch nicht vergessen. Okay, ich gebe es zu, ich hatte als Pre-Teen mal ne Christenphase und habe sogar jede Nacht gebetet. Hat sich sehr schnell wieder gelegt, aber einen Fimmel für Kirchenkitsch habe ich immernoch. Ich liebe kitschige Jesus-mit-Schäfchen-Bilder, Marienstatuen und lauter so Zeug. Das würde ich mir sofort in meine Wohnung stellen bzw. hängen, wenn Cerah mich nicht davon abhalten würde. Falls ich aber jemals in die Verlegenheit kommen sollte, zuviel Zimmer in meiner Villa zu haben (ja klar ;-) ), fülle ich eines mit so Kitsch und ein anders mit meinen Barbies und Überraschungseierfiguren.

Ähm ja, zurück zur Realität. Cerahs Mutter hat bis jetzt nichts mehr von sich hören lassen. Bin ja mal gespannt, wann ihr Überraschungsanruf kommt, um uns mitzuteilen, dass sie morgen dann vor der Tür steht.
Und nächste Woche werde ich 27 und verbringe meinen Geburtstag im Ausland. Wer hätte gedacht, dass ich jemals so alt werde. In der Schule war das immer so weit weg. So nach dem Motto: Im Jahr 2000 bin ich dann schon 20 und 2010 werde ich 30! Und das schien so unendlich fern in der Zukunft zu liegen…