Und das gleich zwei Mal!Den zweiten Schreck bekam ich gestern, als ich nach einem wohlverdienten Mittagsschläfchen in den Spiegel geschaut habe. Mein Gesicht ist mittlerweile verziert mit drei tollen Herpesspäßen. Zu den zwei wunderhübschen Stellen an meinen Lippen hat sich jetzt noch ein weiterer Bläschenhaufen unter der Nase gesellt. Hach, was ist das wundervoll! Ich breche hier alle Rekorde!
Und der erste und weitaus größere Schreck kam vorgestern Abend. Cerahs Mutter hat angerufen; einfach so, das erste Mal in etwa zwei Wochen und hat uns mit wundervollen Nachrichten beglückt. Das ging ungefähr so: “Ich bin so depressiv. Ich möchte nur meinen Enkel in den Armen halten und drum komme ich euch besuchen. Wie wäre es denn am 5.?” Auf die Frage: welcher 5. denn? “Na, Februar natürlich!” Panik!!! Okay, rein theoretisch kann sie es sich nicht leisten, aber wer weiß, es sind schon unwahrscheinlichere Dinge passiert. Sie ist aber steif und fest davon überzeugt, dass sie entweder im Februar oder im Mai kommen will. Prinzipiell ist es ja schön, dass sie endlich ihren Hintern in Gang setzt und ihre Tochter und jetzt auch ihren Enkel nach über 5 Jahren endlich mal besucht, aber andererseits… Cerah und ihre Mutter haben ein ausgesprochen schlechtes Verhältnis. Und Cerahs Mutter ist eine ausgesprochene Drama-Queen, wie das auf Englisch so schön heißt, die ständig an irgendwelchen imaginären Krankheiten leidet. Die beiden miteinander alleine zu lassen, ist ein Ding der Unmöglichkeit, denn da fliegen nur die Fetzen. Als wir 2005 in Kanada waren, haben wir uns sehr bemüht, dass das nicht passiert und waren auch erfolgreich. Zudem wusste ihre Mutter nicht, dass wir kommen und konnte sich deshalb nicht schon vorher tolle Dinge überlegen, die unbedingt nur “Mutter-Tochter-Unternehmungen” sein sollten. Und wir haben die zwei Wochen bei Cerahs Schwester übernachtet, um jegliches Gefahrenpotenzial gleich von Anfang an zu minimieren. Nun gut, schauen wir mal, wie das hier so weiter geht. Sie meinte, eines Tages wird sie uns einfach anrufen und uns sagen, dass sie jetzt die Tickets gekauft hat und am soundsovielten bei uns aufläuft. Da freuen wir uns ja schon ganz dolle! Dass wir vielleicht auch Dinge geplant haben könnten, wird dabei natürlich nicht berücksichtigt. Wieso denn auch? Wir haben ja eh kein Leben und machen nie irgendwas.
Ich kann mir einfach nicht vorstellen, in unserer winzigen Wohnung auch noch Cerahs Mutter für eine Woche zu beherbergen, die 5 Liter Pepsi und 2 Schachteln Zigaretten am Tag konsumiert. Oh Mann, das kann ja heiter werden!