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Heute mal kein Gejammere

So, jetzt ist das Wochenende mal wieder fast vorbei. Und seit gestern spät abends habe ich keine Kopfschmerzen mehr. Ja! Das wird zwar vermutlich nicht lange anhalten, aber ich freue ich über jeden Kopfschmerzfreien Moment.

Noch eine Woche und 3 Tage arbeiten. Zum Glück ist das Ende absehbar, das macht doch einiges leichter. Am Montag habe ich zum ersten Mal Schwangerschaftsgymnastik und am Mittwoch haben wir den nächsten regulären Vorsorgetermin beim Frauenarzt. Ich habe auch das Gefühl, dass ich dringend etwas Gymnastik brauche, mein Rücken braucht definitiv Unterstützung und um das alleine zu machen, fehlt mir einfach die Disziplin.

Dieses Wochenende haben wir zur Abwechslung mal garnichts gemacht, außer Lebensmittel einzukaufen. Ich finde das schön und entspannend, denn nächste Woche durchzuhalten wird mich schon relativ viel Energie kosten.

Da fällt mir grad ein: Ich wurde am Freitag zur Abwechslung mal wieder gefragt, ob diese Schwangerschaft denn geplant war. Wie ich diese Frage hasse! Nur weil ich in einem Umfeld arbeite, wo man mit 35 frühestens Kinder bekommt – wenn überhaupt- heißt doch nicht, dass ich das genauso machen muss. Diejenige, die mich das gefragt hat, ist so alt wie ich und manchmal habe ich das Gefühl, die kommen alle von einem ganz anderen Planeten. Die Leute, mit denen ich zusammenarbeite verstehen einfach nicht, dass man mit 26 schon soweit sein kann, dass man nicht mehr jedes Wochenende Party feiern, saufen und Bettgefährten wie Unterwäsche austauschen muss. Ich habe immer das Gefühl, dass die erst irgendwann nach ihrem Studium mit diesen Dingen angefangen haben und das alles ganz neu und toll ist. Dass ich das alles schon als Teenager gemacht habe und zwar ausreichend und das nicht mehr brauche, kapiert von denen keiner. Wobei ich das etwas lächerlich finde. Es gibt eine Zeit, um sich bescheuert und pubertärt aufzuführen und das ist die Pubertät. Da sind Saufgelage und Rumgemache mit Gott und der Welt meiner Ansicht nach auch legitim und vor allem verzeihbar, aber das mit Mitte zwanzig erst anzufangen? Naja, da verlief meine Entwicklung wohl etwas anders… Und dann denke ich mir, es gibt irgendwann im Leben mal einen Punkt, an dem man seine Prioritäten setzt. Bei manchen ist das früher, bei anderen später. Die Priorität, die bei uns im Büro vorherrscht, ist: Wer hat am meisten Geld und kann sich die teuersten Dinge leisten. Finde ich persönlich auch nicht so toll. Geld ist zwar schön und gut, zu wenig davon ist tatsächlich kacke und bringt auch viel Stress mit sich, aber da bin ich doch lieber zufrieden mit dem was ich habe, und muss mich nicht ständig mit anderen messen. Was bringt es, wenn man Kohle hat ohne Ende, sein Kind aber nur alle zwei Wochen mal am Wochenende sieht, weil man unter der Woche erst um 10 Uhr abends nach Hause kommt und jedes zweite Wochenende durcharbeitet? Macht das glücklich? Wozu ist dann all das Geld gut, wenn man die Menschen, die man liebt eigentlich überhaupt nicht kennt und keine Zeit mit ihnen verbringt? Wacht man da nicht eines Tages auf, total ausgebrannt und fragt sich: wozu eigentlich? Oder bin ich einfach falsch gepolt, weil ich es wichtiger finde, zufrieden und glücklich zu sein, als einen Porsche zu fahren?

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No Responses to “Heute mal kein Gejammere”

  1. Kiles says:

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  2. Bio-Mama says:

    Jetzt habe ich euren ganzen Blog durch – weiter so, ich will noch mehr lesen ;-)

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