Puh, wir haben eine Hebamme!

Wenn ich ein Buch über mein Leben schreiben würde, würde das irgendjemanden interessieren? Vermutlich schon. Mein Problem ist immer der erste bzw. die ersten beiden Sätze. Wenn ich das dann mal habe, dann kommt der Rest von ganz alleine. Aber sollte man mit seinen Memoiren nicht erst mal abwarten, bis man etwas älter ist und nicht schon mit 26 sein ganzes Pulver verschießen? Hm, aber dann kann ich ja später mal eine Fortsetzung schreiben und die Menschheit mit weiteren Details aus meinem Leben belästigen ;-)

Ähm ja, da muss ich nochmal drüber nachdenken. Gestern kam unsere Nachsorge-Hebamme vorbei, um uns kennen zu lernen. Und die hat mich eigentlich erst auf den Gedanken mit den Memoiren meines Lebens gebracht, denn sie war sehr interessiert an unserer Geschichte. Wie wir uns kennen gelernt haben und wo, ob wir englisch oder deutsch miteinander reden, die Au-Pair Geschichten mit den Drillingen (für sie als Hebamme natürlich besonders interessant) usw. Da dachte ich mir, dass ich das irgendwann mal machen muss. Mein Leben ist zwar nicht unbedingt das spannendste, aber auch nicht das gewöhnlichste.

Aber ich habe schon wieder den Faden verloren… Also, unsere Hebamme, Annika, kam gestern Abend vorbei. Sie ist ungefähr so alt wie wir und war sehr nett. Sie ist fast eine Stunde geblieben, weil wir uns irgendwie fest gequatscht haben. Sie wird nach Ziggys Geburt täglich bei uns vorbeischauen, um beim Stillen und generell bei der Säuglingspflege. Kennen wir zwar schon alles – bis aufs Stillen – ist aber trotzdem schön jemanden zu haben, den man fragen kann. Sie war auch schon mal ein Jahr als Austauschschülerin in den USA, was in sofern gut ist, dass sie Cerah auch versteht, wenn sie englisch spricht, weil sie zu aufgeregt ist, um deutsch denken zu können. Alles in allem hatten wir einen netten Kaffeeklatsch und sie meinte, wir sollen uns spätestens wieder bei ihr melden, wenn der Kurze auf der Welt ist. Oder auch vorher, falls wir Fragen oder irgendwelche Bedenken haben sollten. Sie hat auch unseren “Two-women”-Test bestanden, wie Cerah das so schön nennt. Das heißt, sie wußte nicht, dass wir eine zwei-Mütter-Familie sind, hat aber cool reagiert, als sie es kapiert hat. Und sie war dann auch sehr interessiert daran, wie wir schwanger geworden sind und ob das in Deutschland auch geht.

Auf jeden Fall haben wir jetzt eine Hebamme, mit der wir beide glücklich sind und das ist schon mal ein weiterer Schritt in die richtige Richtung.
Wenn ich dann Ende des Monats in Mutterschutz bin, werden wir uns zur Entbindung in der Uniklinik anmelden und dann ist eigentlich so ziemlich alles geregelt. Fürs erste auf jeden Fall… bis dann das nächste wieder ansteht!