Dies und das

Ich habe völlig vergessen, zu erwähnen wie die Reaktion meiner amerikanischen Gastmutter auf meine frohe Botschaft ausfiel. Ich habe ihr vor 2 Wochen geschrieben, dass ich schwanger bin und wir Anfang November unser erstes Baby bekommen. Sie war völlig aus dem Häuschen und wollte mir gleich ihre komplette Umstandsgarderobe vermachen und Klamottten für den Kleinen schicken. Und natürlich wie stolz sie auf mich ist und wie sehr ich mich weiterentwickelt hätte, seitdem ich als Teenager zu ihnen kam… Mir war auch nicht wirklich bewusst, dass ihr 6. und mein 1. Kind im selben Jahr zur Welt kommen werden. Sie hat nämlich im Januar ihr 6. Kind, auch ein Junge, bekommen. Aber das ist natürlich auch ganz toll! Auf jeden Fall hat sie sich gefreut und ihre E-Mail mit “proud american host-grand-mother” unterschrieben. Da frage ich mich: Wieviele Omas, Tanten und Onkel kann ein Kind eigentlich haben?

Das mit dem Finale hat ja nun leider nicht so geklappt, wie wir das alle gerne gehabt hätten. Aber mein Fußball-bauch-bild hat trotzdem alle begeistert. Auf der Arbeit wurde ein Wettbewerb für das beste Fan-Fotto ausgeschrieben und meine Kollegin gleich so: “Da musst du unbedingt dran teilnehmen. Du gewinnst sicher was.” Das war auch Cerahs Meinung. Mal kucken, ob ich da tatsächlich dran teilnehme. Die waren nämlich nicht unbedingt für sämtliche Mitarbeiter deutschlandweit bestimmt… Mal kucken, vielleicht überlege ich mir das nochmal.

Nächste Woche gehen wir erst Mal zum Informationsabend der Uniklinik. Mal schauen, wie die sich so präsentieren, wie die Leute so sind und wie die Örtlichkeiten so aussehen. Ich finde es unglaublich, wie schnell die Zeit vergeht und dass wir uns doch tatsächlich schon mit der Krankenhausfindung auseinander setzen müssen. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass der 9. November ganz schön schnell vor der Tür stehen wird. Das ist einerseits gut und andererseits doch etwas beängstigend. Ich kann es kaum erwarten, Ziggy auch in “echt” zu sehen und nicht nur auf Ultraschallbildern und der nächste Gedanke ist dann, kann er nicht auch irgendwie anders rauskommen, etwas schmerzloser und schneller vielleicht? Aber selbst wenn ich die Wahl hätte, wie die Amis, würde ich mich trotzdem für eine natürliche Geburt entscheiden. Der Gedanke, dass man mich aufschneidet und Kind und den ganzen restlichen Klimbim einfach so rauszieht, ist irgendwie noch beängstigender. Es hat wohl schon seinen Sinn, dass alles so abläuft wie von der Natur geplant.