Nov
20
2009
11

Immer nie ich

Ich hab da so eine Frau zuhause, auf die bin ich in regelmäßigen Abständen neidisch. In meinem ganzen Leben habe ich bisher ein-, nein zweimal etwas gewonnen. Als Kind habe ich bei einem Milchmixgetränk (Yogo Yogo oder so) einmal ein Paket mit einer Mütze und einem T-Shirt gewonnen und dann letztes Jahr ein Abo für eine Frauenzeitschrift, die ich nie bekommen habe. Und das war’s. Ziemlich öde und absolut nichts Spektakuläres.

Und dann haben wir da meine Frau. Die gewinnt so alle ein, zwei Jahre mal was. Aber dann natürlich gleich was cooles und nicht so Firlefanz wie bei mir.

Beispiel 1: Als wir noch in Frankfurt wohnten, hat sie beim großen blauen Möbelschweden gewonnen. Und zwar war sie Testschläfer und durfte drei Wochen lang, auf drei verschieden Matratzen test-schlafen und ihren Favoriten dann behalten. So eine nette, kuschelige Matratze für etwas über 200 Euro. Die anderen beiden wurden wieder abgeholt.

Beispiel 2: Diesen (oder war’s schon letzten?) Sommer hat sie bei irgendwas bei lesbiangamers.com mitgemacht – ja, auch so was gibt es und hat – Überraschung, Überraschung – gewonnen. Und zwar ein signiertes Foto der Callisto Darstellerin (die Böse aus Xena) das dann per Post aus Australien zu uns kam.

Beispiel 3: Gestern. Da kam ein wattierter Briefumschlag aus Paris bei uns an. Schon wieder was gewonnen. Wir schauen, wenn wir es nicht verpassen, sehr gerne die Sendung karambolage auf arte an. Da gibt es am Ende immer la devinette/das Rätsel bei dem man was gewinnen kann. Alle Lichtjahre mal machen wir da mit und dieses Mal hat meine Frau (unter meinem Namen) sogar etwas gewonnen. Ein kleines Opinel-Messerchen und ein karambolage Frühstücksbrettchen. Das kam so richtig unverhofft und die Cerah hat sich gefreut wie ein Schneekönig.

Klick auf den Gewinn macht groß

Tja, jetzt muss ich mich anstrengen, damit ich auch mal irgendwo einen Treffer lande. Sonst bekomme ich hier noch Minderwertigkeitskomplexe.

Written by Belle in: Alltag, Fotos, Spaßfaktor |
Nov
19
2009
15

Ich sehe was, was du nicht siehst

Ich hab da mal wieder eine Frage, die da lautet: Was seht ihr? Bei mir auf dem Bildschirm sieht das so aus:

Aber nur an einem einzigen PC. Bei allen anderen sehe ich nur blau und ein bisschen Regenbogen, aber nicht das Feld unten. Und bei euch so?

Ja, ich habe eben das Abstimmungs-Plugin wieder entdeckt, was ich schon beim alten Blog hatte. Yay! Ich liebe Spielzeug.

Written by Belle in: Blogzeug |
Nov
18
2009
11

Lieber kleiner Squishy-Mann

Kaum zu glauben, dass Mr. Squishy heute tatsächlich bereits drei Jahre alt wird. Mir kommt es vor, als ob er gestern erst auf die Welt gekommen wäre. Wahnsinn wie schnell drei Jahre vergehen. Mir kommt es vor, als ob er schon immer bei uns gewesen wäre. Ein Leben ohne ihn ist einfach nicht mehr vorstellbar. Unser Leben hat sich nicht so sehr verändert seitdem er da ist, aber es ist definitiv interessanter geworden. Es wäre langweilig, weil niemand jeden Abend unser Bad komplett unter Wasser setzen würde. Niemand jeden Dienstag mit Mama Spaghetti machen wollte. Niemand morgens früh zum Kuscheln unter die Bettdecke schlüpfen würde. Niemand den armen Hund durch die Gegend jagen würde und der Hund niemanden hätte, den er durch die Gegend jagen kann. Niemand, der innerhalb von 15 Minuten die Terrassentür für die Katzen 20 Mal auf und wieder zu machen würde. Niemand der trotzig “NO” durch die Gegend schreit, wenn er was machen soll, was ihm nicht passt. Niemand, der einem Geschichten über space ships, rockets, robots und aliens erzählt. Niemand, der nach einem Spaziergang aussieht als ob er sich im Dreck gewälzt hätte. Niemand, der durch die Gegend rennt, springt und fällt. Niemand, der einen umarmt und “love you” sagt. Niemand, der heimlich seinen Schemel nimmt und Süßigkeiten aus dem Schrank klaut. Niemand, der ständige diverse Computer-Spiele spielen will. Niemand, der einen zum Lachen und zum Verzweifeln bringt. Niemand, der das beste, süßeste, witzigste, nervigste, fröhlichste und einfach wunderbarste Kind der Welt ist.

Alles Gute zum Geburtstag lieber kleiner Squishy-Mann!

Written by Belle in: Das Kind, Fotos |
Nov
17
2009
9

Eid

Das ist das letzte Mal. Ich verspreche es.* Aber ich glaube mit diesem Blog-Layout kann ich für eine Weile leben. Weiße Schrift auf schwarzem Hintergrund ist für so eine alte Frau wie mich einfach zu anstrengend für die Augen. Drum was anderes. Die Oberfläche bleibt gleich, nur das Bild hintendran ändert sich. Kann ich ändern. Wenn ich will und wann ich will. Und so ein bisschen Regenbogen wollte ich sowieso haben und den hab ich ja jetzt. Zudem gehe ich mir mit meiner ständigen Änderei schon selbst auf die Nerven. Also lass ich es. Vermutlich möchte ich damit nur darüber weg täuschen, dass ich schon längst nichts mehr zu sagen habe. Und wenn ich was zu sagen hätte, dann mach ich es nicht, weil ich niemanden verletzen will und mich selbst zensiere. Aber vielleicht mache ich es doch und stelle mich schon mal darauf ein, gesteinigt zu werden.

Morgen steht erst Mal Geburtstag an. Mr Squishy wird drei. Unglaublich wie schnell die letzten drei Jahre vergangen sind. Morgen deshalb vielleicht etwas kitschiges. Oder einfach nur was fröhliches. Wir werden sehen.

* Auf jeden Fall für das nächste halbe Jahr. Mindestens. Es sein denn, es funktioniert nicht richtig.

PS: Zu den Kommentaren geht’s links unter dem Datum des Beitrags. Das nur mal so nebenbei.

Written by Belle in: Blogzeug |
Nov
16
2009
2

Böse Welt

Manchmal komme ich mir vor wie ein böses gemeines Arschgesicht.

Ich musste auf der Arbeit verschiedene Angebote für eine Werbeaktion einholen. Weil wir schon so unsere Favoriten haben, habe ich nur zwei eingeholt. Eines vor Ort und eines, was beim letzten Mal schon qualitativ hochwertig und enorm preisgünstig war. Das Vor-Ort-Angebot war mehr als doppelt so teuer wie das Weiter-Weg-Angebot und wurde deshalb von mir/uns nicht genommen. Der Herr vom Vor-Ort-Angebot rief Freitag bereits an, um sich zu erkundigen, ob uns sein Angebot zugesagt hat. Eigentlich hatten wir uns da schon für den anderen Anbieter entschieden, ich hatte aber keine Lust, mich auf Diskussionen einzulassen und meinte, wir entscheiden uns Montag.

Heute ist Montag. Der Herr vom Vor-Ort-Angebot rief an. In dem Glauben, dass er den Auftrag quasi schon in der  Tasche hat. Einen Moment habe ich mir überlegt, ihn anzulügen und einfach zu sagen, die Aktion wurde abgesagt. Die Ehrlichkeit hat gesiegt und ich habe ihm mitgeteilt, dass wir den Auftrag an jemand anderen vergeben haben. Ich dummes Naivchen ich.

Denn dann ging es los. Dass das doch nicht sein könne, er  hätte uns doch so ein klasse Angebot mit Dumping-Preisen gemacht. Wer ihn denn unterboten hätte bzw. um wieviel. Und als er dann erfuhr, dass das andere Gebot weniger als die Hälfte seines war, da war’s dann endgültig rum. Eine geschlagene Viertelstunde lang hat er mir im wahrsten Sinne des Wortes die Ohren vollgeheult, dass das doch nicht gehen würde und wenn wir alle nur im Internet und nicht vor Ort einkaufen würden, dann gäbe es bald gar keine Unternehmen mehr. Man müsse doch zusammenhalten, wenn man aus dem gleichen Ort sei. Er kenne den anderen Typen persönlich und der wäre ja nur darauf aus, alle anderen kaputt zu machen. Wieso ich ihn nicht angerufen hätte, man hätte doch reden können. Meine Antwort: Ich könne mir nicht vorstellen, dass er da mithalten kann. Was dann die nächste Tirade auslöste. Und ob der Auftrag denn wirklich schon vergeben sei? Ich könnte den doch noch stornieren, sagen, es wäre ein Versehen und ihm den geben.

Und ich kam mir vor, die das größte Arschloch der Welt. Prinzipiell bin ich auch dafür, Aufträge im gleichen Ort zu vergeben, aber wenn der Preisunterschied so enorm und die Qualität dazu noch besser ist, dann habe ich keine Hemmungen, einen Auftrag anders zu vergeben. Es tut mir Leid, dass es ihm offensichtlich so schlecht geht, dass er um Aufträge betteln muss, aber am Ende ist es nicht mein Problem, wenn er sein Geschäft nicht richtig führt. Die Zeiten sind hart. Für unser Geschäft auch. Andere Unternehmen bekommen die Aufträge oder sie bleiben ganz aus. Das ist eben so. Wir haben auch nichts zu verschenken. Damit muss man klarkommen und nicht seine potentielle Kundschaft vollheulen. Das einzige, was damit bei mir erreicht wurde, ist, dass ich nie wieder dort anfragen werden. Never ever. Das werde ich mir mit Sicherheit nicht noch mal antun. Und trotzdem habe ich mich mies gefühlt. So richtig mies. Der Mann tut mir leid. Meine Entscheidung mache ich deswegen trotzdem nicht rückgängig. Mein Chef würde mir was husten, wenn ich spontan das teurere und qualitativ minderwertigere Produkt wählen würde. Das nennt sich vermutlich natürliche Auslese. Ein komisches Gefühl werde ich die nächsten Tage vermutlich trotzdem haben. Sowas geht mir einfach immer eine Weile nach.

Written by Belle in: Alltag, dayjob |
Nov
15
2009
2

Engelausflug

Gestern wurden wir bei unserem Kind-Hund-Engel-Spaziergang leider rüde durch den Regen unterbrochen. Und da Spaziergänge bei uns auf dem täglichen Programm stehen, gab es das gleiche heute noch einmal. Nur etwas länger und ohne Regen, naja, fast ohne Regen. Deshalb heute die große zweistündige Runde durch Matsch und Schlamm und Landschaft, natürlich mit Engeln und Kamera. Und was bin ich froh, dass die beiden Flügel haben und nicht durch die Gegend stolpern wie Mr. Squishy. Der ist aus mir unerfindlichen Gründen heute nämlich mehr gefallen als gegangen und natürlich nur da, wo alles auch schön schlammig war. Selten so ein schmutzverkrustetes Kind gesehen. Nun gut, shit Schlamm happens, da kann man nichts machen.

Unser erster Halt war der Hochsitz ganz oben auf dem Hügel. Den Engeln gefiel’s. So nahe am Himmel waren sie schon lange nicht mehr. Fast wie zuhause. Im Hintergrund übrigens der Schwarzwald.

Engel über den Wolken

Der nächste Stopp kam für mich ganz unvermittelt, denn etwas besonderes konnte ich nicht wirklich entdecken. Die Engel starrten voller Faszination auf eine Lösswand, die vom Regen ausgewaschen war und ließen es sich natürlich nicht nehmen auch gleich in der “Schlucht” klettern zu gehen.

Engel in der Schlucht

Engel in der Schlucht

Nach beendeter Klettertour, und dann natürlich doch schmutzigen Füßen, ging es auf der anderen Seite des Hügels wieder nach unten und die Engel waren sehr erstaunt, als ich ihnen erklärte, dass da hinten, schon vor den Bergen – den Vogesen – bereits Frankreich ist. Am liebsten wären sie dann sofort aufgebrochen, um sich Frankreich mal ein bisschen näher anzuschauen, aber das muss erst Mal noch ein bisschen warten. Schließlich können wir nicht das ganze Auftenhaltsprogramm bereits an einem Tag verbraten.

Engel bewundern die Vogesen

Engel bewundern die Vogesen

Nach diesem aufregenden Frischluftausflug, war es dann auch wieder Zeit für etwas ruhigeres und entspannendes. Puzzeln zum Beispiel. 2000 Teile und eben erst aufgemacht. Da gibt es was zu tun. Aber mit himmlischer Hilfe schaffen wir das sicher in Rekordzeit.

Puzzle-Engel

Puzzle-Engel

Erschöpft waren die beiden heute Abend dann nicht nur wegen des aufregenden Ausflugs, sondern auch die Tatsache, dass bei uns nur Englisch gesprochen wird, ist am Anfang doch gewöhnungsbedürftig und ziemlich anstrengend. Damit hätten die beiden sicher nicht gerechnet: ein Intensiv Englischkurs in der südwestdeutschen Pampa. So ganz schlimm finden sie es aber nicht, nur eben sehr anstrengend. Aber in ein paar Tagen hat sich das sicher gelegt und so ein bisschen Englisch schadet schließlich nie. Und wenn die beiden brav sind, dürfen sie mich vielleicht nächste Woche bei der Arbeit besuchen. Wenn es sie überhaupt interessiert. Da muss ich mich morgen gleich erkundigen.

Written by Belle in: Alltag, Blogzeug, Fotos, Spaßfaktor |
Nov
14
2009
8

Engelbesuch

Endlich, endlich sind die Antonmann’schen Engel bei uns eingetroffen. Leider, leider waren wir bei ihrer Ankunft aber nicht zuhause, aber einer unserer netten Nachbarn war freundlich genug, uns das Reisegefährt, vor die Türe zu legen. Beim Auspacken musste ich leider feststellen, dass die Engel etwas bleich waren. Eine Teilschuld daran trug sicher Mr. Squishy der das Engel-Reisegefährt-Päckchen etwas wild durch die Gegend trug, aber das Hauptproblem lag wohl darin, dass das Reisegefährt einen großen Riss hatte. Da waren die Damen und Herren von der Post sich wohl nicht bewußt, welch kostbare Fracht sie von Kiel den ganzen Weg hier runter in den Südwesten bis kurz vor Freiburg transportieren durften. Die sollten sich was schämen. Damit die armen Geschöpfe wieder etwas Farbe bekamen, durften sie sich erst Mal ein Weilchen in ihrem Gästebaumhaus – ein Gästezimmer haben wir leider keines – erholen.

Engelunterkunft
Engelunterkunft

Als sie dann wenig später wieder etwas Farbe um die Nase hatte, waren sie auch gleich Feuer und Flamme als ich Hund und Kind einpackte, um draußen in den Weinbergen – oder Reben – spazierenzugehen. Als sie allerdings ihre Mäntelchen wieder anlegen wollten, schließlich haben wir November und es ist kalt draußen, konnte ich sie mit einem Blick auf das Thermometer davon überzeugen, dass das hier in der wärmsten Region Deutschlands nicht notwendig war. Immerhin hatten wir heute Mittag sage und schreibe 18 Grad, also fast schon Sommertemperaturen.

Engel im Weinberg

Leider sind die Engel etwas zu spät dran zur Weinlese, aber ein paar letzte Beeren gab es doch noch zu bewundern. Und die Aussicht auf die Vogesen gab es trotz tiefhängender Wolken auch zu sehen. Wenig später fing es dann leider an zu regnen und so beeilten wir uns, wieder ins Trockenen zu kommen. Bevor die Engel sich in ihre Baumhaus-Unterkunft zurückzogen, ließen sie noch Grüße an Frau Antonmann ausrichten. Es geht ihnen gut, die Reise quer durch Deutschland war anstrengend aber schön. Sie freuen sich auf nächste Woche und Mr. Squishys Geburtstag und auch ihr 2-jähriges Reisejubliäum werden sie wohl noch hier feiern. Während ich dies schreibe, kann ich sie ganz leise in ihrem Gästebaumhaus schnarchen hören, waren doch ziemlich erschöpft die beiden. Gute Nacht ihr Lieben und träumt was schönes.

Written by Belle in: Alltag, Blogzeug, Fotos |
Nov
14
2009
0

Teaser

Written by Belle in: Alltag, Blogzeug, Fotos, Spaßfaktor |
Nov
12
2009
3

Mathe

Ich hatte einen Traum letzte Nacht, der war fast schon ein Alptraum.

Ich musste eine Mathearbeit schreiben und saß neben unserem Mathegenie und vor uns waren seine Kumpels, die gerne so schlau gewesen wären wie er, aber im Grunde nur alles von ihm abkupferten. Deshalb mussten sie sich auch während der Arbeit besprechen und ich saß nur nebendran und war bemüht, meine Aufgaben einigermaßen hinzubekommen, ohne auf die Klugscheißereien von nebenan zu hören. Dumm nur, dass die Lehrerin das Geschwätze neben mir nicht mochte und mich aufforderte, ich solle doch jetzt nicht abschreiben. Und das obwohl ich überhaupt nichts gemacht hatte. Aber ich hatte Glück und konnte ihr sogar beweisen, dass ich selbst schon die Lösung für die erste Aufgabe hatte. Merkwürdig nur, dass ich die mit Bleistift auf den dunkelbraunen Holztisch geschrieben hatte, aber wenigstens kaufte sie es mir ab. Sehr interessant übrigens auch meine Lösung, die ich selbst zum ersten Mal sah, als ich sie der Lehrerin zeigte. Vier Planeten als Dreieck angeordnet und ein Planet auf einer Seite des Dreiecks etwas weiter unten, was natürlich logisch ist, denn so können die Abstände nie anders sein und berechnen kann man das auch ganz gut, muss man aber nicht, weil die Skizze ja bereits alles erklärt. ?????? Ähm ja, muss ich noch erklären, dass ich nur in Physik noch schlechter war als in Mathe? Nun gut, die Lehrerin war zufrieden und ließ mich in Ruhe. Die nächste Aufgabe hätte ich auch gerne mit einem weiteren Geniestreich gelöst, nur ging das nicht, weil mein Aufgabenblatt sich auf einmal in ein buntes Magazin verwandelt hatte und ich die Aufgabe zwischen all den bunten Bildern einfach nicht finden konnte. Manchmal sind Träume echt fies. Aber alles kein Problem, denn beim nächsten Mal aufschauen, war ich auf einem Kürbisfest auf einem Bauernhof im Neubaugebiet und Mr. Squishy rannte da auch irgendwo rum. Die Lehrerin meinte, es wäre wohl doch besser, wenn ich erst mal Vollzeitmutter werden würde. Fand ich natürlich klasse, denn um ehrlich zu sein, hatte ich keinen blassen Schimmer vom Stoff, den ich eigentlich beherrschen sollte. Mathe halt. Naja, dann wurde es dunkel, das Kind lief weg und ich sollte doch noch meinen Mathetest fertig machen. Zu meinem großen Unglück war das Matheblatt aber zwischenzeitlich zu einer Stange Lauch geworden und ich musste den oberen Teil abschneiden, um den Lauch aufblättern und meine Aufgaben finden zu können. Die einzelnen Lauchblätter waren auch recht groß und ziemlich hellgrün, aber Aufgaben konnte ich trotzdem keine finden, denn irgendwie fiel die ganze Lauchstange auseinander. Logisch, ich hatte ja auch das obere Ende abgeschnitten, um an die Aufgaben innen zu kommen. (Im Traum ist sowas immer ganz logisch.) Echt fies das ganze. Aber zu diesem Zeitpunkt war mir auch im Traum klar, dass das absoluter Müll ist und entweder bin ich aufgewacht oder hab was anderes geträumt. Auf jeden Fall war mein Mathetest-Fast-Alptraum vorbei.

Und als ich aufgewacht bin, war ich heilfroh, dass ich mich nicht mehr mit Mathe- und Physikarbeiten rumschlagen muss. Ich bin immer gerne zur Schule gegangen, aber das waren Dinge auf die ich gut hätte verzichten können.

Davon animiert musste ich aber gleich unser Mathegenie googeln. Und wer hätte es gedacht: Doktorand am Institut für Quantenphysik an einer Uni. Das war schon in der fünften Klasse klar. Der Gute hat in seinem ganzen Leben in keinem Fach jemals eine Note geschrieben, die schlechter als 1,5 war. Glatter 1,0 Abischnitt und dann Quantenphysik. Anders hätte es gar nicht sein können.

Written by Belle in: Alltag |
Nov
11
2009
0

Entjungfert

Wieso passiert immer mir das? Kann mir das mal jemand erklären? Jetzt hab ich schon ein neues Auto und kassiere trotzdem noch Strafzettel. Das ist doch echt nicht zu fassen. Und das direkt vor der eigenen Haustüre. Und nur weil meine Räder etwas auf dem Gehweg waren. Beim Parken natürlich, nicht beim Fahren. Mal wieder eine milde Gabe für die notleidende Gemeinde. Und dann ist das selbstverständlich auch noch passiert, als ich Urlaub hatte und das Auto sowieso nicht bewegt wurde. Klar, sonst wäre es ja auch nicht da gestanden, als die nette Politesse vorbei kam. Das alleine ist schon ein Wunder an sich und passiert höchstens einmal im Jahr. Wie schön, dass das Wunder gerade stattfand, als ich Urlaub hatte und auch richtig schön daran teilnehmen konnte. Ahhh. Ich glaube, ich melde mich besser noch mal in der Fahrschule an, denn scheinbar sind meine Kenntnisse der Straßenverkehrsordnung sehr unzureichend. Zu schnelles Fahre, falsches Parken, ich frage mich, was als nächstes kommt. Aber was soll’s. Füge ich mich eben in mein Schicksal und zahle die 15 Euro. Nervig, aber ändern kann ich es auch nicht mehr. Aber ich hätte gerne für mein Auto einen Unsichtbarkeitsknopf. Dann erwischen mich weder Blitzer, noch Politessen. Jetzt frag ich mich nur, wo ich sowas herbekomme. Aber vielleicht habe ich ja Glück und die gibt es demnächst beim Aldi im Angebot.

Da passt thematisch übrigens auch gut dazu, dass mein Personalausweis bereits im Juli abgelaufen ist und ich das erst letzte Woche gemerkt habe. Und das auch nur, weil ich den für ein neues Handy für meine Frau gebraucht habe bzw. sie hat ihn dafür gebraucht. Der Reisepass ist dann im Januar fällig. Aber vermutlich werde ich das auch vergessen und dann eben noch ein Weilchen länger identitätslos sein. Inkognito ist meine Spezialität, nennt mich James Bond.

Written by Belle in: Alltag |

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